Züri-Metzgete «Meisterschaft von Zürich»

Legendäre Fights – grossartige Sieger

Züri-Metzgete

Die erste Austragung der «Meisterschaft von Zürich» wurde 1910 noch als reines Amateurrennen ausgetragen. Der Sieger Paul Suter startete anschliessend eine beeindruckende Profikarriere: Zu seinem Palmarès gehören Siege an Sechstagerennen (zusammen mit seinem radsportlich ebenso begnadeten Bruder Heiri Suter) und zahlreiche Schweizer Meisterschaften im Steher – und 1923 wurde er gar Weltmeister.

Die Metzgete, ab 1914 auch als Profirennen ausgetragen, war stets ein grosses Rennen mit grossen Siegern: In den ersten fünf Jahrzehnten der Züri Metzgete dominierten Schweizer Rennfahrer (Heiri Suter, Paul Egli, Ferdy Kübler, Hugo Koblet, Fritz Schär), aber berühmte internationale Namen tauchen ebenfalls auf den Siegerlisten auf. So trug sich Max Bulla, der erste österreichische Tour-de-Suisse-Sieger, 1931 ins Goldene Buch ein; und das italienische Idol Gino Bartali gewann die Metzgete sowohl 1946 (im spektakulären Sprint vor seinem ewigen Rivalen Fausto Coppi) als auch1948.

Zu einem richtiggehenden Klassiker avancierte das Rennen ab 1968ß, als es in die internationalen Wertungen aufgenommen wurde (mit wechselnden Namen wie «Super Prestige»-Cup bis 1987, dann «UCI-Weltcup» und ab 2005 schliesslich «UCI-ProTour»).

Hart umkämpfte Podestplätze erreichten unter anderen: die Belgier Walter Godefroot, Roger De Vlaeminck, Eddy Merckx, Freddy Maertens und Johan Museeuw; die Italiener Franco Bitossi, Francesco Moser, Giuseppe Saronni, Maurizio Fondriest, Gianni Bugno, Claudio Chiappucci und Paolo Bettini; der Deutsche Didi Thurau; die Amerikaner Greg Lemond und Lance Armstrong; der Luxemburger Fränk Schleck; sowie die Schweizer Beat Breu und Tony Rominger.

Letzter Profisieger (2006) war Samuel Sanchez, zwei Jahre bevor er Olympiasieger wurde. Jan Ullrich, der das «Heimrennen» unbedingt gewinnen wollte, gelang dies nie: Er wurde viermal Zweiter…

Siegerlisten 1910–2014: pdf

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