Die beiden ersten Austragungen der «Meisterschaft von Zürich» wurden 1910 und 1913 noch als Amateurrennen ausgetragen. Ab der dritten Austragung 1914 waren auch Berufsfahrer startberechtigt. Nach dem Unterbruch durch den Ersten Weltkrieg wurde das Rennen schliesslich von 1917 bis 2006 jedes Jahr durchgeführt.
Die Metzgete war stets ein grosses Rennen mit grossen Siegern: In den ersten fünf Jahrzehnten der Züri Metzgete dominierten Schweizer Rennfahrer, aber auch legendäre Namen wie der Österreicher Max Bolla und der italienische Superstar Gino Bartali tauchen in den Siegerlisten auf.
Zu einem richtiggehenden Klassiker avancierte das Rennen ab 1968, als es in die internationalen Wertungen der UCI aufgenommen wurde und damit in die Liga der renommiertesten Radrennen der Welt aufstieg. Entsprechend liest sich die Liste der Sieger und Besiegten.
Nachdem Floyd Landis, dem Tour-de-France-Sieger von 2006, Doping nachgewiesen wurde und Sponsoren enttäuscht ausstiegen, fiel die Züri-Metzgete 2007 aus. Von 2008 bis zur bisher letzten Austragung 2014 wurden dann wieder die Amateure zu den neuen Stars: Mit unzähligen Hobbyfahrern und viel Publikum war die «Volksmetzgete» ein grosses Volksfest, und in der Kategorie der Elite-Amateure war ein Sieg in der Metzgete immer noch eine Prestige-Angelgenheit (viele der Nachwuchsfahrer schafften später auch den Sprung zu den Profis).
Weil der Sponsoren der Volksmetzgete ausstieg und die organisatorischen und sicherheitstechnischen Anforderung immer mehr stiegen, hat die «Metzgete» seither einer Pause eingelegt. Aber der Radsport boomt heute ungemein, und die Legende lebt! Mit neuen Partnern haben wir das Ziel, die Züri-Metzgete ab den 2030er-Jahren wieder als internationalen Radklassiker zu positionieren.
Im Jubiläumsbuch «Züri-Metzgete: 100 x Meisterschaft von Zürich – der Radklassiker» mit vielen Bildern und Hintergrundsberichten ist beschrieben, was Jahr für Jahr geschah. Dazu gehören auch viele überraschende Episoden …